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Die Ford Motor Company mit Sitz im US-amerikanischen Dearborn ist der nach Volkswagen, Toyota, General Motors, Hyundai und Stellantis sechstgrĂśĂte Kraftfahrzeughersteller weltweit (Stand: 2020, BezugsgrĂśĂe: Absatz).cite-ref-2[2] Der Umsatz von Ford betrug 2020 127,1 Milliarden US-Dollar und es wurde ein Gewinn von 4,8 Milliarden US-Dollar ausgewiesen.cite-ref-ar2020-1-2[1] Ursprung des Konzerns ist eine von Henry Ford in Detroit 1903 gegrĂźndete Fabrik. Mit der EinfĂźhrung der FlieĂbandproduktion 1913 brachte Ford einen radikalen Umbruch in der neu entstehenden Autoindustrie.
Contents
⢠Geschichte
⢠Geschäftszahlen
⢠Sonstiges
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Die Ford Motor Company war Henry Fords zweiter Start in die Unabhängigkeit. 1899 hatte er die Detroit Automobile Company gegrßndet. Sie war nicht erfolgreich und wurde bereits 1901 unter der Bezeichnung Henry Ford Company reorganisiert. Im März 1902 kam es auch hier zu Unstimmigkeiten im Management. Ford war auf der Suche nach einem Automobil fßr eine breite Kundschaft, die Geldgeber, vor allem William Murphy und Lemuel Bowen, wollten vielmehr teure, lukrative Fahrzeuge bauen. Ford verlieà die erste Firma, die seinen Namen trug. Im August 1902 ßbernahm Henry M. Leland, der spätere Mitbegrßnder von Lincoln, die Geschäfte und benannte die Firma in Cadillac um.
Am 16. Juni 1903 grßndete Henry Ford mit einem Kapital von 28.000 US-Dollar in Detroit (Michigan) mit der Ford Motor Company erneut ein eigenes Unternehmen. Er benannte seine Fahrzeuge zunächst nach dem Alphabet und produzierte täglich nur wenige Autos in seinem Werk an der Mack Avenue, wo Gruppen von zwei bis drei Männern zugelieferte Teile zusammenbauten. In den ersten beiden Jahren wurden von den Typen Modell A, C und AC nur etwa 1700 Stßck hergestellt.
Nach dem anfänglich geringen Erfolg lieĂ er 1904 in Detroit die Piquette Avenue Plant bauen, wo ab 1908 das als âTin Lizzyâ bekannte Ford Modell T produziert wurde, das schnell zum Verkaufserfolg wurde. Um die vom Markt geforderten Zahlen herzustellen, zog das Unternehmen bereits 1910 in die Highland Park Ford Plant, wo bis 1913 die neue Technik der FlieĂbandproduktion perfektioniert wurde. Henry Ford Ăźbernahm das damals schon Ăźber 100 Jahre alte Konzept des Austauschbaus von Eli Whitney, der auch die erste FertigungsstraĂe entworfen hatte. In der ersten Ausbaustufe bestand die FertigungsstraĂe aus linear angeordneten Bearbeitungsstationen, die später durch ein FlieĂband verbunden wurden.cite-ref-3[3] Mit grĂśĂtenteils angelernten Kräften konnten so die Wagen gĂźnstiger und schneller hergestellt werden. Die Montagezeit eines Autochassis verringerte sich von Ăźber zwĂślf auf zuletzt nur noch 1½ Stunden. 1918 war die Hälfte aller Autos in den USA ein âModell Tâ. Zu dem Wagen bemerkte Ford in seinen Lebenserinnerungen, seine Kunden kĂśnnten ihn in jeder Farbe der Welt bekommen â solange sie schwarz sei. (Original: âAny customer can have a car painted any colour that he wants so long as it is black.â Mein Leben und Werk, 1922) Als die Produktion 1927 eingestellt wurde, hatte das Unternehmen Ăźber 15 Millionen âTin Lizzyâ hergestellt. Diese Zahl wurde erst Anfang 1972 vom VW Käfer Ăźbertroffen.
Am 1. Januar 1919 folgte Edsel Ford seinem Vater an die Spitze des Konzerns, dieser behielt aber trotzdem Einfluss auf das Management. In den 1920er Jahren verlor die Firma Marktanteile. Ihr erklärtes Ziel war, ein gĂźnstiges Auto zu bauen, das sich jeder Arbeiter leisten konnte. Um die Preise gering zu halten, bot man keine Zusatzausstattung an. General Motors und andere Firmen hatten schon begonnen, Autos auch in anderen Farben anzubieten, teilweise besser ausgestattet und auch luxuriĂśser. Diese Firmen hoben auch den Kreditrahmen der Kunden an, sodass sie sich die teureren Autos leisten konnten. Ford beklagte damals, die Kredite schädigten die Wirtschaft, aber aufgrund von Marktzwängen fĂźgte sich Ford schlieĂlich in die Rolle des âzweiten Siegersâ.
Am 18. Januar 1937 feierten die Ford-Werke mit der Produktion des 25-millionsten Fahrzeugs ein noch nie dagewesenes Jubiläum. Aus diesem Anlass spendete Henry Ford 25 Millionen US-Dollar (entspricht heute ungefähr 546 Millionen US-Dollarcite-ref-inflation-us-0-4-0[4]) âfĂźr wohltätige Zwecke zugunsten seiner Arbeiterschaftâ.cite-ref-5[5]
Mit der 1917 von Henry Ford gestarteten Produktion von Traktoren der Marke Fordson (Henry Ford and Son) erschloss der Konzern ab 1919 einen zusätzlichen Markt. Die Fordson-Traktoren wurden ab 1964 unter dem Namen Ford weiter produziert. Das Landmaschinengeschäft erweiterte die Firma durch den Aufkauf von New Holland 1986 beträchtlich; weiterhin wurde 1987 der kanadische Landmaschinenhersteller Versatile Ăźbernommen. Bereits 1991 wurde die Landmaschinensparte â und damit New Holland und Versatile â an FIAT verkauft. Mit diesem Verkauf wurde FIAT auch zugesichert, Traktoren unter der Marke Ford bis zum Jahr 2000 verkaufen zu kĂśnnen.
Zur Produktion von Bombenflugzeugen des Typs B-24 Liberator erÜffnete Ford in der Nähe von Ypsilanti (Michigan) Anfang der 1940er Jahre die Willow Run Factory. Dort wurden mit Lizenz der Consolidated Aircraft ßber 8600 Maschinen hergestellt. Nach Einstellung der Flugzeugproduktion 1945 ßbernahm der Autohersteller Kaiser Motors das Werk.cite-ref-6[6]
1950 stellte Ford 8000 Fahrzeuge am Tag hercite-ref-7[7] und diente Toyota damit als Beispiel.cite-ref-8[8] 1951 grĂźndete Ford ein wissenschaftliches Labor in Dearborn (Michigan) zur Grundlagenforschung. Dies fĂźhrte zu einer fĂźr Ford bemerkenswerten Mitwirkung in der Supraleiter-Forschung. 1964 landete das Ford Research Lab einen fundamentalen Durchbruch mit der Erfindung der supraleitenden Quanteninterferenzeinheit SQUID.cite-ref-9[9]
1955 wurde Ford eine Aktiengesellschaft.
Zunächst basierend auf dem Ford T-Modell wurden auch Nutzfahrzeuge hergestellt, die sich bald zu eigenständigen Modellen weiterentwickelten und bis in mittlere Nutzlastklassen reichten. Bei Ford KÜln (FK) in Deutschland wurde die Produktion von Lastwagen oberhalb des 1953 vorgestellten Kleintransporters Transit 1961 fßr längere Zeit eingestellt.
1961 erwarb man Philco, einen Hersteller von Fernsehgeräten, Radios und weiteren Elektrogeräten.cite-ref-10[10] Philco hatte 1953 den hochfrequenztauglichen Surface-Barrier-Transistor entwickelt und 1955 mit Chrysler ein erstes volltransistorisiertes Autoradio. 1957â1963 stellt Philco transistorisierte GroĂcomputer her. 1974 verkaufte Ford Philco an GTE/Sylvania.cite-ref-11[11]
Anfang der 1960er Jahre wurde das Verfahren der Anodischen Tauchlackierung zur Grundierung von Karosserien (damals als Electrocoating bezeichnet) erstmals bei Ford umgesetzt. Dies wurde seinerzeit als der grĂśĂte Fortschritt der Automobillackierung seit der Erfindung der Spritzpistole eingeschätzt.cite-ref-12[12]
1973 stellte Ford erneut zwei Lastwagenmodelle fßr den europäischen Markt vor, 1975 folgte der Schwerlastwagen-Typ Transcontinental. Die leichteren Modelle wurden 1981 durch einen einheitlichen Nachfolger ersetzt, der Ende der 1980er-Jahre ersatzlos eingestellt wurde. Seitdem ist Ford im Lastwagensektor in Europa nicht mehr vertreten. In den USA wurde 1997 die bis dahin stets durchgehende Lkw-Produktpalette bis auf zwei Serien von kompakten Hauben-Lkw aufgegeben und die Sparte der schweren Lkw (Heavy-Truck-Division) an Freightliner verkauft.
1990 verkaufte Ford das Tochterunternehmen Ford Aerospace an die Loral Corporation, wo dieses heute als Space Systems/Loral firmiert.cite-ref-13[13] Im selben Jahr erwarb Ford eine Beteiligung in HĂśhe von 10,8 % an Cummins Engine.cite-ref-14[14]
Ab dem Jahr 2000 geriet Ford durch eine falsche Modellpolitik auf dem Heimatmarkt in eine schwere Krise. Der Konzern hatte sich auf die renditestarken SUVs (Ford Explorer) und Pick-ups (Ford F-Serie) gestĂźtzt und den Markt fĂźr kompakte Pkw gegenĂźber ausländischen Herstellern vernachlässigt. Der damit einhergehende Verlust an Marktanteilen wurde lange ignoriert. Nachdem SUVs, Pickups und andere groĂe Wagen wegen gestiegener Benzinpreise schwieriger abzusetzen waren, sah sich Ford wegen anhaltender Auslastungsprobleme in seinen Werken einer Rabattschlacht ähnlich wie General Motors und Chrysler ausgesetzt.
Der von 2006 bis Mitte 2014 amtierende Chef des Ford-Konzerns, Alan Mulally, hatte deswegen ein drastisches Sanierungsprogramm beschlossen, das etwa 11 Milliarden US-Dollar kostete und in dessen Rahmen 44.000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollten. Bis zu 16 Produktionsstandorten drohte in diesem Zusammenhang die SchlieĂung. Mit einem sukzessiv neu zu entwickelnden Modellprogramm sollte die Wende zu sparsameren Fahrzeugen geschafft werden. Dabei gehe der Trend verstärkt zu kompakten Fahrzeugen sowohl im Mittelklassesegment als auch im Segment der SUV, wo der Trend weg von schweren Geländewagen hin zu leichteren sogenannten Crossover-Modellen wie den Modellen Edge und Freestyle gehe.
Im Juni 2007 berichtete die Financial Times, dass Ford die britischen Tochtergesellschaften Jaguar und Land Rover ßber die Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und HSBC verkaufen wolle. Analysten zufolge sollten beide Sparten im Paket rund 10 Milliarden US-Dollar wert sein. Die indische Tata Motors ßbernahm im März 2008 beide Firmen.
Auf dem US-Automarkt wurde Ford 2007 bei den Absatzzahlen von Toyota Ăźberholt und stand damit in den Vereinigten Staaten hinter General Motors und Toyota auf Rang 3.cite-ref-15[15] Im Januar 2008 informierte Ford Ăźber ein neues Abfindungsprogramm, um sich nochmals von 13.000 Beschäftigten zu trennen. Nach einem schlechten Geschäftsjahr 2009, der Umstrukturierung des Konzerns und einer Fokussierung auf Kleinwagen konnte im ersten Quartal 2010 ein Ăberschuss von 2,1 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden. Das Vorjahresergebnis des Vergleichszeitraums lag noch bei einem Verlust von 1,4 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig steigerte Ford seinen Marktanteil in den USA um 2,7 Prozentpunkte auf 16,6 Prozent und lag somit vor dem insolventen General-Motors-Konzern.cite-ref-16[16]
Am 9. Dezember 2011 gab Ford bekannt, im kommenden März nach fßnf Jahren zum ersten Mal wieder Dividende ausschßtten zu wollen. Grßnde seien die gute wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Hoffnung auf Rßckgewinnung des Vertrauens von Investoren.cite-ref-17[17]
Am 31. August 2012 baute Ford, nach 109-jähriger Unternehmensgeschichte, das 350-millionste Auto. Es handelt sich um einen roten Ford Focus, der in der thailändischen Fabrik in Rayong vom Band rollte.cite-ref-18[18]
Im Sommer 2020 gab es einen Wechsel an der Fßhrungsspitze bei Ford. Jim Farley ßbernahm die operative Geschäftsfßhrung von Jim Hackett, der Mark Fields 2017 als Geschäftsfßhrer abgelÜst hatte.cite-ref-19[19] Im Zuge der Corona-Krise brachen die Umsatzzahlen von Ford 2020 ein (um 18 Prozent auf 127,1 Milliarden Dollar). Musste Ford 2019 noch keine Verluste hinnehmen, zeigte die Jahresbilanz 2020 ein Minus von 1,3 Milliarden US-Dollar.cite-ref-20[20]
Nach der Einstellung der Volumenmodelle Ka, Fiesta und Mondeo gingen die Verkaufszahlen von Ford in Europa deutlich zurßck. Wurden im ersten Halbjahr 2014 noch ßber 500.000 Fahrzeug abgesetzt, so waren es zehn Jahre später nicht einmal mehr die Hälfte.cite-ref-motor1-142024-22-0[22]cite-ref-motor1-729498-23-0[23]
Geschäftszahlen
| Jahr | Umsatz in Mio. US-$ | JahresĂźberschuss in Mio. US-$ | Preis je Aktie in US-$ | Angestellte | Produktion in Mio. StĂźck |
|---|---|---|---|---|---|
| 1999 | | | | | 6,638 [ 25 ] |
| 2005 | 176.835 | 1.440 | 5,59 | 300.000 | 6,498 [ 26 ] |
| 2006 | 160.065 | â12.613 | 4,33 | 283.000 | 6,268 [ 27 ] |
| 2007 | 170.572 | â2.795 | 4,63 | 246.000 | 6,248 [ 28 ] |
| 2008 | 143.584 | â14.766 | 2,89 | 213.000 | 5.407 [ 29 ] |
| 2009 | 116.283 | 2.717 | 3,28 | 198.000 | 4,866 |
| 2010 | 128.954 | 6.561 | 7,35 | 164.000 | 5,524 |
| 2011 | 135.605 | 20.213 | 7,51 | 164.000 | 5,695 |
| 2012 | 133.559 | 5.613 | 6,29 | 171.000 | 5,668 |
| 2013 | 146.917 | 11.953 | 9,04 | 181.000 | 6,330 |
| 2014 | 144.077 | 1.231 | 9,62 | 187.000 | 6,323 |
| 2015 | 149.558 | 7.373 | 9,41 | 199.000 | 6,635 |
| 2016 | 151.800 | 4.596 | 9,41 | 201.000 | 6,651 |
| 2017 | 156.776 | 7.602 | 8,33 | 202.000 | 6,607 |
| 2018 | 160.338 | 3.677 | 7,82 | 199.000 | 5,982 |
| 2019 | 155.900 | 47 | 7,42 | | 5,386 |
| 2020 | 127.144 | â1.279 | 5,91 | 186.000 | 4,187 |
| 2021 | 155.900 | 17.937 | 11,95 | 190.000 | 3,942 |
| 2022 | 158.057 | â1.981 | 12,72 | | 4,231 |
| 2023 | 176.191 | 4.347 | 11,51 | 177.000 | 4,413 [ 30 ] |
| 2024 | | | | | |
Ford in Deutschland
â
Hauptartikel
:
Ford-Werke
1938 wurde ein Fertigungswerk in Berlin in Betrieb genommen, dessen einzige Aufgabe es war, im Auftrag des NS-Regimes Lkw fĂźr die Wehrmacht herzustellen. FĂźr den Einmarsch ins Sudetenland wurden die Nazis mit einer Eillieferung von 1000 Lkw von Ford unterstĂźtzt. Im Juli 1938 wurde Henry Ford mit dem Adlerschild des Deutschen Reiches ausgezeichnet. Ford war der erste Amerikaner, dem diese Auszeichnung zuteilwurde. Sie war die hĂśchste Auszeichnung, die das Deutsche Reich während der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus an Ausländer vergab. Der Orden wurde vergeben âin Anerkennung der Pionierarbeit [Fords], um Autos fĂźr die Massen verfĂźgbar zu machenâ. Die Auszeichnung wurde begleitet von einer persĂśnlichen GlĂźckwunschnachricht Adolf Hitlers (Detroit News, 31. Juli 1938). Im selben Jahr wurde Ford das GroĂkreuz des Deutschen Adlerordens verliehen.cite-ref-0-31-0[31]
In der Ford-Produktion in Deutschland wurden auch Zwangsarbeiter aus Konzentrationslagern verpflichtet, die man fßr vier Reichsmark pro Tag von der SS auslieh. Dadurch konnte Ford eine hohe Produktion, auch durch die Kriegsjahre hindurch, aufrechterhalten. Ford produzierte insgesamt 78.000 Lkw und 14.000 Kettenfahrzeuge fßr die Wehrmacht. Die Ford-Werke wurden bis Ende 1944 von der alliierten Bombardierung ganz verschont und danach auch nur wenig beschädigt, was der langfristigen Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens am Standort Deutschland zuträglich war.cite-ref-0-31-1[31]
Nach einem Ausschluss von Minderheitsaktionären (âsqueeze-outâ) 2002 â bei dem die Ford Deutschland Holding GmbH Ăźber 95 % der Anteile der deutschen Ford-Werke-AG-Aktien erwarb â folgte im November 2004 die Umwandlung der Rechtsform in Ford-Werke GmbH.
Ford in Dänemark
1919 erÜffnete die Ford Motor Company ein Montagewerk in Dänemark. In den gemieteten Hallen im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro setzten Arbeiter zunächst die aus den Vereinigten Staaten angelieferten Einzelteile des Modell T zusammen. Die so produzierten Fahrzeuge wurden dann sowohl in Dänemark als auch in Schweden, Norwegen, Finnland, Deutschland und Polen verkauft. 1921 begann Ford zudem mit der Produktion von Traktoren fßr den Einsatz in der Landwirtschaft.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in den bisher genutzten Hallen baute Ford bis 1924 eine neue Fabrik auf Sluseholmen, einer Halbinsel im SĂźdhafen von Kopenhagen. Bis zur Umstrukturierung Mitte der 1960er Jahre entstanden dort mehr als 320.000 Fahrzeuge. Von 1967 bis 1974 fertigte Ford dann Traktoren und Baggerlader der Typen 4400 und 4500. Ăhnlich wie zu Beginn der Produktion in Dänemark wurden auch diese beiden Typen aus angelieferten Traktoren, Frontladern und Heckbaggern auf Sluseholmen zusammengesetzt.cite-ref-jb2019-32-0[32]
Marken der Ford Motor Company
Der Konzern besteht aus den Marken Ford und Lincoln. Die 1989 bzw. 2000 Ăźbernommenen Marken Jaguar bzw. Land Rover wurden im März 2008 an die Tata-Gruppe verkauft.cite-ref-33[33] Die Marke Mercury wurde 2010 eingestellt, 2021 Troller. Von 1979 bis 2015 war die Ford Motor Company an Mazda beteiligt.cite-ref-34[34] Unter den Marken FoMoCo und Motorcraft werden Ersatzteile vertrieben. Weitere Marken, die nicht direkt mit Automobilherstellung und dem Ersatzteilgeschäft zu tun haben, veräuĂerte Ford in den vergangenen Jahren wegen der Konzentration auf das Kerngeschäft, so etwa die Autovermietung Hertz, oder stellte sie ein, wie die Discount-Werkstättenkette Kwik-Fit. 2010 wurde der 1999 gekaufte, angeschlagene schwedische Automobilhersteller Volvo fĂźr 1,8 Milliarden US-Dollar an den chinesischen Konzern Geely verkauft.cite-ref-35[35]
Pkw-Modelle der Marke Ford
Zeitleiste der europäischen Ford-Modelle
TypenĂźbersicht in Europa
| Bauzeit Produzierte Fahrzeuge | Baureihe | Anmerkung | Bild |
|---|---|---|---|
| Kleinstwagen | Kleinstwagen | Kleinstwagen | Kleinstwagen |
| 1996â2008 1.400.000 | Ka | Erste Generation des Kleinstwagen von Ford. Technische Basis war der Fiesta '96. | |
| 2003â2005 37.000 | Streetka | Zweisitziges Cabriolet auf der Basis des ersten Ka | |
| 2008â2016 | Ka | Zweite Generation des Kleinstwagens auf Basis des 2007 neuen Fiat 500 | |
| 2016â2020 | Ka+ | Bei der dritten Ka-Generation griff Ford auf die sogenannte B-Plattform zurĂźck, auf der auch die Modelle B-Max, EcoSport und Fiesta aufbauen. Ăhnlich wie Fiesta und Focus wurde es als Weltauto auf vielen Märkten in nahezu identischer Version angeboten. | |
| Kleinwagen | Kleinwagen | Kleinwagen | Kleinwagen |
| 1976â1983 | Fiesta â76 | Mitte 1976 startete die erste Generation des Ford-Kleinwagens. Mitte 1981 wurde er leicht Ăźberarbeitet, was unter anderem an nicht verchromten StahlstoĂstangen mit Kunststoffecken zu merken war. | |
| 1983â1989 | Fiesta â84 | Die zweite Generation wurde ab Sommer 1983 mit rundlicher gestalteter Front, anderer Innenausstattung und deutlich verbesserter Technik verkauft. Zudem war nun ein Dieselmotor sowie ein geregelter Katalysator verfĂźgbar. | |
| 1989â1996 | Fiesta â89 | Neuentwicklung mit modernem Fahrwerk, neuen Motoren und vielen technischen Neuerungen wie ABS, Servolenkung, Airbag und Klimaanlage. Der Fiesta â89 wurde parallel zu dem im Herbst 1995 erschienenen Nachfolger noch bis Sommer 1996 lang als gĂźnstige Einstiegsversion âClassicâ angeboten. | |
| 1995â2001 | Fiesta â96/â99 | Die vierte Generation hatte weitgehend die gleiche Bodengruppe, unterschied sich jedoch durch modernisierte Karosserie, einen neuen Innenraum und neue Motoren vom Vorgänger. Nach dem Facelift im Spätsommer 1999 mit geänderten Scheinwerfern sowie einem umgestalteten KĂźhlergrill entsprechend dem neuen New-Edge-Design , bezeichnete Ford diesen Fiesta als fĂźnfte Generation. Vierte und fĂźnfte Generation waren auch als Mazda 121 erhältlich. | |
| 2001â2008 | Fiesta â02 | Die sechste Generation wurde vĂśllig neu konstruiert, nun mit modernen Dieselmotoren mit Direkteinspritzung. AuĂerdem gab es wie beim Focus eine Sportversion mit dem Zusatz ST . Im Herbst 2005 erfolgte ein Facelift. | |
| 2008â2017 > 1.000.000 | Fiesta â09 | Siebte Generation. Teile der Bodengruppe, des Fahrwerks und einige Technikteile wurden vom Vorgänger Ăźbernommen, der Rest neu entwickelt. Als Basis diente die Studie Verve , an die sich die Form des Serienfahrzeugs anlehnt. Wurde als Ford Fiesta RS WRC ab 2011 bei der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt. Im Herbst 2012 folgte ein Facelift. | |
| 2017â2023 | Fiesta â18 | Am 29. November 2016 bei einem Go Further -Event im Werk KĂśln-Niehl wurde die achte Generation offiziell vorgestellt. Die Produktion startete am 16. Mai 2017, die offizielle MarkteinfĂźhrung erfolgte am 8. Juli 2017. Die Produktion des Fiesta endete am 7. Juli 2023 ohne Nachfolgemodell. | |
| Minivan | Minivan | Minivan | Minivan |
| 2002â2012 | Fusion | Ein Minivan auf Basis des Fiesta â02. Wie dieser im Herbst 2005 verändert. | |
| 2012â2017 | B-MAX | Ein Minivan auf Basis des Fiesta â09. Der B-Max hat keine B-Säulen und dadurch eine sehr breite TĂźrĂśffnung. 2017 wegen mangelnder Nachfrage eingestellt. | |
| Kompaktklasse | Kompaktklasse | Kompaktklasse | Kompaktklasse |
| 1967â1974 2.140.000 | Escort â68 | Der im Vereinigten KĂśnigreich als Nachfolger des Anglia entwickelte âHundeknochenâ-Escort wurde ab Ende 1967 produziert und als Limousine und Kombi angeboten. Ab 1973 gab es ihn auch als RS 2000 mit 100 PS. | |
| 1974â1980 1.607.000 | Escort â75 | Ăberarbeitete Karosserie mit neuem KĂźhlergrill und der Technik des Vorgängers. Der RS 1800 war die Basis fĂźr die Weltmeisterautos von BjĂśrn WaldegĂĽrd und Ari Vatanen . | |
| 1980â1985 | Escort â81 | Neukonstruktion mit Wechsel auf Quermotoren und Frontantrieb. 1983 folgten der fĂźnftĂźrige Turnier und das Cabriolet . Drei Sportversionen ( XR3(i) , RS1600i und RS Turbo ) waren ebenfalls im Angebot. | |
| 1983â1985 | Orion â83 | ViertĂźrige Stufenheckvariante des Escort â81. Die Benennung Orion und kleine Ănderungen im Erscheinungsbild lieĂen ihn als ein eigenständiges Modell erscheinen. | |
| 1986â1990 | Escort â86 | Anfang 1986 gab es eine Modellpflege (Karosserie und Innenraum) mit einer Menge technischer Neuerungen. Viele Karosserieteile wurden verändert, die passive Sicherheit erhĂśht sowie die Rostvorsorge, das Fahrwerk und die Motoren verbessert. Einige Motorvarianten waren nun auch mit einem G-Kat erhältlich. Der Innenraum wurde Ăźberarbeitet und dem des Sierra und des Scorpio angeglichen. Der XR3i und der RS Turbo waren weiterhin die Topmodelle der Baureihe. | |
| 1986â1990 | Orion â86 | Escort '86 mit Stufenheck. Auch hier wies die Front durch eine leicht geänderte Form des KĂźhlergrills auf den von Ford als eigenständig positionierten Orion hin. | |
| 1990â1995 | Escort â91/â93 | Neuentwicklung mit neuer Bodengruppe und anderer Hinterachse. Erstmals waren mit dem Zetec und dem RS2000 moderne 16-Ventil-Motoren erhältlich. Topmodell war der RS Cosworth , der als Homologationsmodell fĂźr den Rallyesport die Bodengruppe und den Allradantrieb des Sierras hat. Im Herbst 1992 wurde die Baureihe mit einem Facelift aufgefrischt. | |
| 1990â1993 | Orion â91 | Stufenheckvariante des Escort â91, gleichzeitig mit ihm erschienen. Auch dieser Orion bekam im Herbst 1992 die Ănderungen parallel zum Escort â93. Ab Anfang 1994 wurde er als Escort angeboten. | |
| 1995â2000 | Escort â95 | Letztes und umfangreiches Facelift fĂźr den Escort â91. Die fĂźnftĂźrige Schräghecklimousine und der Turnier wurden ab Oktober 1998 als Escort Classic mit dem Nachfolger Focus noch zwei Jahre weitergebaut. | |
| 1998â2004 | Focus â98 | Im Herbst 1998 erschien der Nachfolger des Escort im New Edge Design , der 2000 und 2001 das meistverkaufte Automodell weltweit war. [ 36 ] Zunächst wurde er als drei- oder fĂźnftĂźrige Schräghecklimousine eingefĂźhrt, während Stufenheck und Turnier Anfang 1999 folgten. Das Fahrzeug wurde ab 1999 als Ford Focus WRC in der Rallye-Weltmeisterschaft eingesetzt. Eine Modellpflege wurde im Herbst 2001 durchgefĂźhrt. | |
| 2004â2010 | Focus â04 | Im Herbst 2004 präsentierte Ford die zweite Generation des Focus. Die Karosserievielfalt war auch hier groĂ, wobei sie Anfang 2007 noch um ein CoupĂŠ-Cabriolet erweitert wurde, der zum ersten offenen Ford in der Kompaktklasse seit dem 1998 eingestellten Escort Cabrio wurde. Ende 2007 wurden alle Modelle der Baureihe einem Facelift unterzogen. | |
| 2011â2018 | Focus â11 | Die dritte Generation des Kompaktwagens, die sowohl in Europa als auch den USA eingefĂźhrt wurde. Die Karosserievielfalt beschränkt sich auf ein fĂźnftĂźriges Schrägheck, ein Stufenheck sowie dem Kombi Turnier . Als weitere Neuheit wurden im FrĂźhjahr 2012 neue EcoBoost-Motoren eingefĂźhrt. Sie verfĂźgen Ăźber einen Turbolader und eine Benzin-Direkteinspritzung. Im Herbst 2014 wurden optische wie technische ModernisierungsmaĂnahmen vollzogen. | |
| 2018â2025 | Focus â18 | Die vierte Generation des Kompaktwagens. Die Karosserievielfalt beschränkt sich wie beim Vorgängermodell auf ein fĂźnftĂźriges Schrägheck, ein Stufenheck sowie den Kombi Turnier . | |
| Mittelklasse | Mittelklasse | Mittelklasse | Mittelklasse |
| 1939â1942/ 1948â1952 | Taunus G93A | Der âBuckel-Taunusâ. Ein Mittelklassewagen, der zwischen dem kleinen Ford Eifel und dem groĂen Ford V8 angeboten wurde. Man wählte eine Bauart, bei der die Karosserie mit dem Rahmen verschweiĂt ist. Stilistisch lehnte er sich an den amerikanischen Lincoln Zephyr an. | |
| 1952â1959 375.116 | Taunus 12M/15M | Der âWeltkugeltaunusâ mit dem Motor des Vorgängers. Ab 1955 mit neuem 1,5-Liter-Motor auch als 15M erhältlich. Karosserieversionen waren Limousine, Cabrio, Turnier und Kastenwagen. | |
| 1959â1962 245.614 | Taunus 12M | Ăberarbeitete Ausgabe des âWeltkugelâ-Modells, der auch âStreifentaunusâ genannt wurde. Als Taunus 12M Super auch mit 1,5-Liter-Motor. | |
| 1962â1966 672.295 | Taunus 12M (P4) | Erster Ford mit Frontantrieb. Unter dem Namen Ford Cardinal in den USA fĂźr den dortigen Markt in Konkurrenz zum VW Käfer entwickelt, wurde später aber in KĂśln produziert. AuĂer als Limousine auch als Cabrio, CoupĂŠ und Turnier im Angebot. | |
| 1966â1970 668.187 | Taunus 12M/15M (P6) | Nachfolger des P4 mit den gleichen V4-Motoren, Frontantrieb und neuer Federbeinvorderachse. Bis August 1967 hieĂen die Wagen âTaunusâ 12M/15M, danach entfiel der Zusatz âTaunusâ und sie hieĂen 12M/15M. AuĂer als zwei- oder viertĂźrige Limousine war er auch als CoupĂŠ und Turnier erhältlich. | |
| 1970â1975 | Taunus TC â71/â74 | Der neu entwickelte Taunus erschien gleichzeitig mit dem britischen Cortina auf der gleichen Plattform und wurde daher Taunus TC genannt. Wegen der charakteristischen Frontpartie, die vom damaligen Ford-Vorstandsvorsitzenden Semon E. Knudsen initiiert war, auch âKnudsen-Taunusâ genannt. Neue Motoren und Hinterradantrieb. Auch als CoupĂŠ und Turnier. | |
| 1976â1982 | Taunus TC â76/â80 | Ab Anfang 1976 äuĂerlich gestrafftes Modell mit der Technik des âKnudsen-Taunusâ. Das CoupĂŠ entfiel, Ausstattungen wurden umbenannt. Im Herbst 1979 Ăźberarbeitet. Der TC â80 hatte, obwohl äuĂerlich fast gleich, eine neue Karosserie. | |
| 1982â1986 | Sierra â82 | Neukonstruktion mit den Motoren des Vorgängers Taunus TC '80. Ab Spätsommer 1982 war zunächst nur die fĂźnftĂźrige Schräghecklimousine erhältlich. Der Turnier folgte Ende 1982 und im Sommer 1983 die dreitĂźrige Schräghecklimousine. FĂźr manche Märkte war zudem der Pick-Up P100 erhältlich. Sportliche Modelle waren der XR4i , der allradgetriebene XR4x4 und der RS Cosworth . | |
| 1987â1993 | Sierra â87/â90 | Die Anfang 1987 präsentierte zweite Generation war auĂer als Schrägheck- und Kombiversion auch als Stufenheckvariante erhältlich, um konservative Kunden wiederzugewinnen. Im FrĂźhjahr 1990 erfolgte eine Modellpflege und die EinfĂźhrung eines moderneren 1,8-l-Dieselmotors. | |
| 1993â1996 | Mondeo â93 | Neu konstruiertes Weltauto von Ford mit quer eingebautem Motor und Frontantrieb. Karosserieversionen: Schräg- und Stufenhecklimousine sowie Kombi. | |
| 1996â2000 | Mondeo â97 | Ăberarbeitete Variante der ersten Generation, die wegen der grĂśĂeren Unterschiede als zweite Baureihe gefĂźhrt wird. Obwohl als âWelt-Autoâ konzipiert, konnte sich der Mondeo auĂerhalb Europas allerdings nie etablieren. 1999 folgte auch die sportliche Variante ST200 als Stufenheck und Kombi. | |
| 2000â2007 | Mondeo â01 | Neuentwicklung mit umfangreichen Verbesserungen und neuen Motoren und dem neuen New-Edge-Design. Gegen Mitte 2003 und im Herbst 2005 gab es kleine Ănderungen. | |
| 2007â2014 | Mondeo â07 | Die vierte Generation basiert auf der gleichen Plattform wie der im FrĂźhjahr 2006 erneuerte Galaxy sowie dessen sportlichen Ableger S-Max und ist in allen Abmessungen beträchtlich gewachsen. Ende 2010 wurde der Mondeo Ăźberarbeitet und bekam zusätzlich zu den Tagfahrleuchten auch zwei neue Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung und Turbolader. | |
| 2014â2022 | Mondeo â13 | Mit rund einjähriger Verspätung wegen der im Sommer 2013 erfolgten SchlieĂung des belgischen Werks in Genk kam ab Anfang 2015 die fĂźnfte Generation des Mondeo in den Handel. AuĂer den neuen EcoBoost-Otto-Motoren mit 1,5 und 2,0 l wird im Mondeo auch erstmals ein Hybridantrieb mit zwei Litern Hubraum angeboten. Als luxuriĂśses Topmodell der Reihe fungiert der Vignale, der im Herbst 2015 erschien. Bei den Karosserievarianten gab es Limousinen mit Schräg- sowie Stufenheck sowie ein Kombi. 2022 wurde die Baureihe in Europa ohne Nachfolgemodell eingestellt, lediglich in China gibt es einen neuen Mondeo. | |
| Obere Mittelklasse | Obere Mittelklasse | Obere Mittelklasse | Obere Mittelklasse |
| 1957â1960 239.987 | Taunus 17M (P2) | Der Ford P2 war die zweite Neukonstruktion eines PKWs nach dem Zweiten Weltkrieg, der von den deutschen Ford-Werken nach dem kleineren âWeltkugeltaunusâ Ford G13/G4B produziert wurde. Wegen seiner Form wurde er auch âBarocktaunusâ genannt. | |
| 1960â1964 669.731 | Taunus 17M (P3) | Mit der neuen âLinie der Vernunftâ wandte sich Ford von der verspielten Gestaltung des âBarocktaunusâ ab. Bekannt auch unter dem Spitznamen âBadewanneâ. | |
| 1964â1967 710.059 | Taunus 17M/20M (P5) | Den Nachfolger des P3 gab es als 20M auch mit V6-Ottomotor. | |
| 1967â1971 723.262 | 17M/20M/26M (P7) | Mit neuer Karosserie und den Motoren des P5. Erstmals kam die Bezeichnung âFordâ statt âTaunusâ vor. | |
| 1972â1975 | Consul | Sparversion des Granada, meist mit V4-Motor, und als Turnier grĂśĂter Kombi seiner Klasse. Im Herbst 1975 wurde der Name aufgegeben, ab da hieĂen auch die gĂźnstigeren Varianten Granada. | |
| 1972â1977 850.000 | Granada â72/â75 | Nachfolger der Ford 20m/26m (P7). Die Karosserievarianten umfassten zwei- und viertĂźrige Limousine, ein CoupĂŠ und den Turnier. Im Herbst 1975 folgte eine Ăberarbeitung der Front (weniger Chromzierrat). AuĂerdem waren nun auch Vierzylinder-Motoren im Angebot, nachdem der Consul eingestellt wurde. | |
| 1977â1985 770.000 | Granada â78/â82 | Der zweite Granada in geglätteter Form. Die Karosserievarianten beschränkten sich nun auf Limousine und Kombi. Das CoupĂŠ entfiel, sein Ersatz war die zweitĂźrige Limousine. Im Spätsommer 1981 wurde der Granada Ăźberarbeitet und der ZweitĂźrer verschwand damit auch. Anfang 1985 kam das Ende der Baureihe. | |
| 1985â1994 | Scorpio â85 | Nachfolger des Granada. Klassenuntypisch wurde er lange Zeit nur als Schrägheckvariante gebaut, was den Verkauf nach anfänglich gutem Start im März 1985 trotz groĂzĂźgigem Platzangebot und guter Sicherheitsausstattung nicht dauerhaft fĂśrderte. Ende 1989 folgte die klassische Stufenhecklimousine und erst Anfang 1992 kam der Turnier zum Händler. | |
| 1994â1998 | Scorpio â95 | Im Herbst 1994 folgte der neue Scorpio â95 mit amerikanisch inspiriertem Design, wobei die Seitenlinie vom Vorgänger beibehalten wurde. Jedoch brachte nur der Kombi zufriedenstellende Verkaufszahlen, weshalb es bereits im Spätsommer 1997 zu einer Ăberarbeitung kam. Nach insgesamt knapp vier Jahren wurde der Scorpio im Sommer 1998 eingestellt und erhielt keinen Nachfolger mehr. | |
| CoupĂŠ / Cabrio | CoupĂŠ / Cabrio | CoupĂŠ / Cabrio | CoupĂŠ / Cabrio |
| seit 1964 | Mustang | SportcoupÊ aus den USA, in Deutschland aus Rechtsgrßnden als T5 vertrieben. Ende 2004 kam die fßnfte Auflage auf den US-Markt, die stilistisch an das Original von 1964 angelehnt ist. Seit Sommer 2015 ist die sechste Generation offiziell auch wieder in Deutschland erhältlich. | |
| 1967â1968 ca 2.200 | OSI-Ford 20 M TS | SportcoupĂŠ auf der Plattform des Taunus P5 mit Gran-Turismo -Karosserie der Firma Officine Stampaggi Industriali , abgekĂźrzt O.S.I. | |
| 1968â1973 784.000 | Capri â69/Capri â73 | SportcoupĂŠ auf Basis des Cortina, in Deutschland auch mit V-Motor aus dem Taunus. Im Herbst 1972 folgte eine Modellpflege. Ende 1973 stellte Ford die Produktion der ersten Capri-Generation ein. | |
| 1974â1977 | Capri II/Capri II â76 | Zweite Generation des SportcoupĂŠ, das von da an mit groĂer Heckklappe erhältlich war. Mitte 1976 wurden die Ausstattungslinien neu geordnet und Details verändert. Die Produktion lief Ende 1977 aus. | |
| 1978â1986 | Capri II â78 | Im FrĂźhjahr 1978 folgte fĂźr das SportcoupĂŠ ein umfassenderes Facelift. Der Capri erhielt nun auch einen Einspritzmotor und eine Turbovariante mit Vergaser, die bis zu 188 PS leisteten. Ab Ende 1984 wurde der Capri nur noch im Vereinigten KĂśnigreich verkauft, lief aber bis Ende 1986 in KĂśln (als Rechtslenker) weiter vom Band. | |
| 1983â1986 200 | RS200 | Homologationsmodell fĂźr die Gruppe B der Rallye-Weltmeisterschaft . 200 Einheiten waren fĂźr die Homologation nĂśtig, gebaut wurden jedoch nur etwa 140 fahrfertige Einheiten. | |
| 1988â1992 | Probe â89 | Ein Sportwagen, der zunächst nur auf dem US-Markt eingefĂźhrt wurde. Ab Ende 1990 importierte Ford die Fahrzeuge auch nach Europa und stattete sie unter anderem mit gelben Blinkern aus. Der Probe '89 war ein Gemeinschaftsproduktion zwischen Ford und Mazda. Sein Basis war die CoupĂŠ-Version des Mazda 626 (Japan: Mazda MX-6). | |
| 1992â1997 | Probe â93 | Zweite Auflage des US-Sportwagens, der ebenfalls auf dem MX-6 basierte. Im Angebot stand anfangs nur ein 2,5 Liter groĂer V6-Ottomotor, dem Ende 1993 ein Zweilitermotor mit vier Zylindern und 16 Ventilen folgte. | |
| 1997â2001 | Puma | Das kleine CoupĂŠ basiert auf dem Fiesta '96. Es waren drei Motoren von 1,4 bis 1,7 Litern Hubraum im Angebot. | |
| 1998â2002 230.000 | Cougar | SportcoupĂŠ auf Basis des Mondeo â97. Der Cougar wurde in Europa wegen des geringen Bekanntheitsgrades der Firma Mercury als Ford vertrieben. In den USA lief er unter der Marke Mercury. | |
| Hochdachkombi | Hochdachkombi | Hochdachkombi | Hochdachkombi |
| 2002â2013 | Tourneo Connect | Kombi-Version des Lieferwagens, hier mit langem Radstand und Hochdach | |
| 2013â2022 | Ford Tourneo Connect II | Der Nachfolger des ersten Tourneo Connect wurde zum Jahresbeginn 2014 eingefĂźhrt und hat nun moderne Motoren. | |
| 2014â2023 | Ford Transit Courier | Kleiner Hochdachkombi, der trotz des Namens nicht auf dem Ford Transit und von diesem abgeleiteten Transit Custom basiert, sondern auf der Plattform des Fiesta und dem Minivan B-MAX. | |
| seit 2022 | Ford Tourneo Connect III | Im Herbst 2021 wurde eine neue Generation des Hochdachkombis vorgestellt. Fortan basiert er auf dem VW Caddy V . | |
| seit 2023 | Ford Transit Courier II | Die zweite Generation der Baureihe basiert auf dem SUV Puma. | |
| Kompaktvan | Kompaktvan | Kompaktvan | Kompaktvan |
| 2003â2010 820.000 | Focus C-MAX â03 / C-MAX | Ein Kompaktvan auf Basis der zweiten Focus-Generation. Bis zum Facelift im FrĂźhjahr 2007 hieĂ er noch Focus C-MAX. | |
| 2010â2019 | C-MAX / Grand C-MAX â10 | Zweite Generation des Kompaktvans, auch in einer grĂśĂeren Version mit SchiebetĂźren hinten als Grand C-MAX erhältlich. Wie im Focus â11 halten auch im C-MAX die neuen EcoBoost-Motoren Einzug, die auch hier bis zu 134 kW leisten. | |
| Van | Van | Van | Van |
| 1995â2006 | Galaxy â95 | GroĂer Familien-Van, annähernd baugleich mit VW Sharan und Seat Alhambra I . Das im Juni 2000 durchgefĂźhrte Facelift brachte neue Frontscheinwerfer und Heckleuchten im Stil des New-Edge-Design. | |
| 1995â2003 | Windstar | Ein groĂer US-Van von Ford, der in Europa zwischen Mitte 1998 und FrĂźhjahr 2002 vertrieben wurde. | |
| 2006â2015 | Galaxy â06 | Die zweite Generation ist nun eine Ford-Eigenentwicklung im Kinetic-Design des Mondeo â07. Im FrĂźhjahr 2010 wurde der Galaxy einem Facelift unterzogen. | |
| 2006â2015 | S-MAX | Der S-Max ist der kĂźrzere, niedrigere und sportlichere Van im Vergleich zum Galaxy. Die erhältlichen Motoren waren gleich, es stand jedoch zusätzlich der FĂźnfzylinder-Turbo aus dem Mondeo '07 mit 162 kW zur VerfĂźgung. Mit dem Facelift im FrĂźhjahr 2010 wurde dieser durch einen Vierzylinder-EcoBoost-Motor mit zwei Litern Hubraum ersetzt. | |
| 2015â2023 | Galaxy â15 | Die dritte Generation ist wieder eine Eigenentwicklung. 2019 wurde der Galaxy einem Facelift unterzogen. | |
| 2015â2023 | S-MAX | Die zweite Generation des S-MAX wurde 2015 eingefĂźhrt. 2019 wurde er optisch Ăźberarbeitet. | |
| Geländewagen | Geländewagen | Geländewagen | Geländewagen |
| 1993â1998 | Maverick â93 | Der erste Maverick war ein Geländewagen, der auf dem Nissan Terrano II basierte. | |
| seit 1990 | Explorer | Ein grĂśĂerer Geländewagen, der von 1993 bis 2001 auch in Europa verkauft wurde. Seit 2019 wird die sechste Generation wieder in Europa angeboten. | |
| seit 2021 | Bronco â21 | Der Bronco der sechsten Generation wird erstmals auch in Europa vermarktet. | |
| seit 1982 | Ranger | Ein Pickup, der in den USA in veränderter Form auftritt. Bisher sind vier Generationen des Ranger produziert worden. Die aktuelle Version wird seit 2022 gebaut. | |
| Sports Utility Vehicle | Sports Utility Vehicle | Sports Utility Vehicle | Sports Utility Vehicle |
| 2000â2007 | Maverick â01 | Im Herbst 2000 folgte die zweite Maverick-Generation, die nun als SUV klassifiziert wurde. Sie basierte auf dem nordamerikanischen Ford Escape I und teilte seine Plattform auch mit dem Mazda Tribute . | |
| 2003â2022 | Ford EcoSport | Dieser Mini-SUV rollte bereits ab 2003 in Brasilien vom Band. Mitte 2014 kam die seit FrĂźhjahr 2012 produzierte zweite Auflage auch in Europa auf den Markt. | |
| 2008â2012 | Kuga â08 | Der Kuga ist ein SUV, der auf dem Focus â04 basiert. Er wurde in KĂśln entwickelt und wurde in Saarlouis gebaut. | |
| 2012â2019 | Kuga â13 | Im März 2013 begann die EinfĂźhrung der zweiten Generation des Kuga. Sie basiert auf der dritten Auflage des Ford Escape , der nur in den USA angeboten wird. Mit EinfĂźhrung der zweiten Generation wurde der Kuga im spanischen Werk bei Valencia gebaut. | |
| 2016â2020 | Edge | Die zweite Generation des Ford Edge wurde ab FrĂźhsommer 2016 auch in Europa angeboten. | |
| seit 2019 | Puma | Seit September 2019 ist der Puma erhältlich. Er ist zwischen EcoSport und Kuga positioniert. | |
| seit 2019 | Kuga â20 | Seit September 2019 ist die dritte Generation des Kuga bestellbar. | |
| seit 2019 | Ford Explorer 6. Generation | GroĂes SUV seit Ende 2019 wieder in Europa. Hier ausschlieĂlich als PHEV. | |
| seit 2020 | Mustang Mach-E | Batterieelektrisch angetriebenes SUV, das seit 2020 angeboten wird. | |
| seit 2024 | Explorer | Batterieelektrisch angetriebenes SUV, das auf dem MEB von Volkswagen aufbaut und seit 2024 in KĂśln produziert wird. | |
| seit 2024 | Capri | Batterieelektrisch angetriebenes SUV-CoupĂŠ, das auf dem MEB aufbaut und seit 2024 in KĂśln produziert wird. | |
Historische Ford-Modelle
Deutschland
⢠Modell A
⢠Modell B
⢠Modell T
⢠Ford KÜln (Y)
⢠Ford Rheinland
⢠Ford V8
⢠Ford Eifel
Vereinigtes KĂśnigreich
(seit ca. 1970 keine eigenen Modelle mehr)
⢠Ford Anglia
⢠Ford Cortina
⢠Ford Dorchester
⢠Ford Popular
⢠Ford Prefect
⢠Ford Zephyr
⢠Ford Zodiac
Frankreich
(1954 wurde das Automobilwerk Poissy zusammen mit den dort produzierten Modellen an Simca verkauft)
⢠Ford Comète
Italien
Bedeutende Modelle auĂerhalb Europas
Vereinigte Staaten, Kanada
⢠Ford M 1918 (1918)
⢠Modell 18 (1932)
⢠Modell 40 (1933/1934)
⢠Modell 48 (1935)
⢠Modell 68 (1936)
⢠Modell 78 (1937)
⢠300 (1963)
⢠Modell AC (1904)
⢠Modell C (1904/1905, 1933/1934)
⢠Modell F (1905/1906)
⢠Modell K (1906â1908)
⢠Modell N (1906â1908)
⢠Modell R (1907/1908)
⢠Modell S (1907/1908)
⢠Modell T Tin Lizzy (âBlechlieselâ) (1909â1927)
⢠Modell TT (Lkw-Fahrgestell) (1917â1927)
⢠Aspire (1994â1998)
⢠Bronco (1966â1996, seit 2021)
⢠Bronco Sport (seit 2020)
⢠Courier (1972â1982)
⢠Contour (1994â2000)
⢠Crestline (1952â1954)
⢠Crown Victoria (1992â2011)
⢠Custom (1949, 1957, 1964â1972)
⢠Custom 300 (1957â1959)
⢠Custom 500 (1964â1969, 1976â1978)
⢠Custom Deluxe (1950/1951)
⢠Customline (1952â1956)
⢠Deluxe (1941/1942, 1946â1948, 1950/1951)
⢠E-Serie (seit 1961)
⢠Econoline (seit 1961)
⢠Edge (2007â2024)
⢠Elite (1976)
⢠Escape (seit 2000)
⢠Escort (1981â2002)
⢠Excursion (2000â2006)
⢠EXP (1981â1988)
⢠Expedition (seit 1997)
⢠Explorer (seit 1990)
⢠F-100 (seit 1948)
⢠F-150 (seit 1948)
⢠F-250/350 (seit 1948)
⢠F-450/550 (verlängerte F-350) (seit 1948)
⢠F-650 (Truck)
⢠Fairlane (1955â1970)
⢠Fairlane 500 (1957â1970)
⢠Fairlane 500 XL (1967)
⢠Fairlane Torino (1968/1969)
⢠Fairlane Torino GT/Cobra (1968/1969)
⢠Fairmont (1978â1981)
⢠Fairmont Futura (1982/1983)
⢠Falcon (1959â1970)
⢠Falcon Futura (1963â1965)
⢠Festiva (1986â2000)
⢠Fiesta (2010â2019)
⢠Focus (2000â2018)
⢠Five Hundred (2004â2007)
⢠Freestar (2004â2007)
⢠Freestyle (seit 2008 Taurus X)
⢠Fusion (2005â2020)
⢠Futura (1966â1969)
⢠Galaxie (1959â1963)
⢠Galaxie 500 (1962â1974)
⢠Galaxie 500 7 litre (1966)
⢠Galaxie 500 XL (1962â1969)
⢠Galaxie 500 LTD (1965)
⢠Granada (1975â1982)
⢠Gran Torino (1972â1976)
⢠GT 40 (1965â1968)
⢠GT 70 (1970)
⢠GT 90 (Prototyp, 1995)
⢠GT X1 (Roadster des GT40) (1965â1968)
⢠GT (2004â2006)
⢠LCF (Low Cab Forward, ein kleiner Lkw mit niedriger Ladefläche, speziell konzipiert fßr den Einsatz in städtischen Gebieten)
⢠LTD (1967â1986)
⢠LTD II (1977â1979)
⢠LTD Crown Victoria (1983â1991)
⢠Mainline (1952â1956)
⢠Maverick (1970â1977)
⢠Maverick (seit 2021)
⢠Mustang (seit 1964)
⢠Pinto (1970â1980)
⢠Probe (1989â1997)
⢠Ranchero (1957â1979)
⢠Ranger (seit 1982)
⢠Ford-Serie (1949)
⢠Special (1941/1942)
⢠Standard (1938â1940)
⢠Station Wagon (1957â1968)
⢠Super Deluxe (1941/1942, 1946â1948)
⢠Taurus (1986â2019)
⢠Tempo (1983â1994)
⢠Thunderbird (1955â1997, 2002â2005)
⢠Torino (1968â1976)
⢠Torino 500 (1971)
⢠Torino Brougham (1970/1971)
⢠Torino GT/Cobra (1970/1971)
⢠XL (1970)
Australien
⢠Falcon
⢠Falcon Ute
⢠Territory
⢠Fairlane
⢠FPV GT
⢠FPV GT-P
⢠FPV Pursuit
⢠FPV Superpursuit
⢠FPV F6
⢠FPV F6 Tornado
Brasilien
Siehe auch
:
Ford do Brasil
⢠Corcel
⢠Versailles
⢠EcoSport
⢠F-250
⢠Fiesta Sedan
⢠Fiesta Street
⢠Ka
Indien, SĂźdafrika
Nutzfahrzeuge der Marke Ford
â
Hauptartikel
:
Ford Nutzfahrzeuge
Ford stellte ab 1908 auch Nutzfahrzeuge her, die zunächst aus dem Ford-T-Modell abgeleitet waren und sich bald eigenständig weiterentwickelten. Ford-Nutzfahrzeuge wurden neben den Vereinigten Staaten beispielsweise in Argentinien, Australien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten KÜnigreich, Indien, Kanada, den Niederlanden, den Philippinen, Spanien sowie der Tßrkei produziert, vertrieben oder in Lizenz hergestellt, darunter in Kanada auch unter der Marke Mercury, im Vereinigten KÜnigreich als Ford, von 1933 bis 1939 als Fordson, von 1939 bis 1957 als Fordson Thames (fßr Pkw-basierte Transporter auch Ford Thames), von 1957 bis 1965 als Thames und danach wieder als Ford sowie in Spanien in Lizenz unter der Marke Ebro.
Die meisten dieser Produktions- und Vertriebszweige sind mittlerweile erloschen. Die US-Aktivitäten oberhalb der Leichtlastwagen wurden 1997 an die Daimler-Tochter Freightliner verkauft, die sie unter dem Markennamen Sterling Trucks weiterfßhrt. In Deutschland wurde die Lkw-Fertigung oberhalb des Kleintransporters Transit 1961 aufgegeben, erlebte ab 1973 eine Wiederbelebung und endete Ende der 1980er Jahre erneut, als die noch vorhandenen Fertigungsstätten an Iveco verkauft wurden. Im Jahr 2019 erfolgte die Einstellung seines Lkw-Geschäfts in Sßdamerika.cite-ref-37[37]
Ford ist in Europa seit 1953 mit dem Kleintransporter Ford Transit erfolgreich im Markt vertreten, der gegenwärtig in der sechsten Generation gefertigt wird. Im Bereich der schweren Lkw ist Ford in Europa mit dem F-MAX vertreten.
Baumaschinen der Marke Ford
Neben Pkw und Nutzfahrzeugen fertigte Ford zeitweise auch Baumaschinen. Angeboten wurden sowohl Hydraulikbagger mit Raupen- und Radfahrwerk als auch Baggerlader und Radlader. So baute Ford beispielsweise zwischen 1967 und 1974 im dänischen Werk Baggerlader vom Typ 4400 und 4500.cite-ref-jb2019-32-1[32]
Sonstiges
⢠1932 bis 1934 machte das Gangster-Paar Bonnie Parker und Clyde Barrow groĂe Teile der USA unsicher. Bevorzugtes Fluchtfahrzeug war eine Ford-V8-Limousine. In einem Brief an Henry Ford soll Clyde die Qualität der Ford-Fahrzeuge gerĂźhmt haben. Die Echtheit des Briefes ist zweifelhaft, aber Ford nutzte auf jeden Fall die Popularität der Gangster fĂźr eine Werbekampagne.cite-ref-38[38]
⢠Im Jahr 1938 verschwand das seit 1933 verwendete Ford-Oval mit dem Zusatz âDeutsches Erzeugnisâ bei der deutschen Ford-Tochter wieder. Stattdessen firmierte sie ab 1939 als âFord Werke AG, KĂślnâ und nutzte als neues Markenzeichen einen Ford-Schriftzug, der in einem wappenähnlichen Motiv den KĂślner Dom und die Produktionsanlagen zeigte. Erst 1962 kehrte das Ford-Oval mit EinfĂźhrung der beiden Taunus-Modelle 17M P3 und 12M P4 in Deutschland zurĂźck.cite-ref-39[39]
⢠Am 20. Oktober 1977 zerstĂśrte ein GroĂbrand etwa 75 Prozent des zentralen Ford-Ersatzteillagers in KĂśln-Merkenich und verursachte Schäden von Ăźber 300 Millionen Mark. Mit Hilfe der Ăźbrigen europäischen Ford-Ersatzteilzentren und des erhalten gebliebenen Rechenzentrums konnten die Teilelieferungen bereits zwei Tage nach dem Brand wieder aufgenommen werdencite-ref-40[40]; allerdings sind viele Teile fĂźr ältere Pkw-Modellreihen seitdem nicht mehr lieferbar.
⢠Ford rangierte 2010 auf Platz 8 des Toxic 100 Index. Mittlerweile ist das Unternehmen jedoch nicht mehr in den Top 100 zu finden (Stand 2020).cite-ref-41[41]
⢠Im Dezember 2018 wurden die ehemaligen Fordmanager Pedro Mßller und HÊctor Francisco Sibilla von einem argentinischen Gericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, da sie in den 1970er-Jahren bei der Entfßhrung und Folterung von Gewerkschaftern mit dem argentinischen Militärregime kollaboriert haben sollen.cite-ref-42[42]
⢠2020 rief Ford im US-Raum 2,15 Mio. Fahrzeuge zurßck. Grund dafßr war eine defekte Tßrverriegelung, wodurch sich die Tßr bei der Fahrt Üffnen konnte. Ford war bis dahin noch kein Unfall aufgrund dieses Defekts bekannt, dennoch entschloss sich der Konzern, die Fahrzeuge nachzurßsten.cite-ref-43[43]
In der Belletristik
⢠Louis-Ferdinand CĂŠline: Voyage au bout de la nuit, frz. 1932, dt. Adaption (mangelhaft) 1933, dt. Neu-Ăbersetzung Schmidt-Henkel, erstmals 2005 (den Anti-Helden verschlägt es zwischenzeitlich nach Amerika, wo er bei Ford am FlieĂband arbeitet)
⢠Upton Sinclair: The Flivver King USA 1937. Zahlreiche Ăbersetzungen ins Deutsche mit variierenden Titeln; zuletzt Area-Verlag, Erftstadt 2004 (als Doppelband mit Dschungel)cite-ref-44[44]
Literatur
⢠Joachim Kuch: Ford in Deutschland seit 1925. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02345-8.
⢠Ford-Werke KĂśln: Ford bewegt â 75 Jahre Ford in Deutschland. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2000, ISBN 3-7688-1239-1.
⢠Rainer Braun, Ferdi Kräling: Momentaufnahmen â Eine Zeitreise durch 75 Jahre Ford Motorsport in Deutschland. HEEL Verlag GmbH, KĂśnigswinter 2000, ISBN 3-89365-904-8.
⢠Robert De La Rive Box: Die Personenwagen von Ford â USA, 1945â1965. Serag, 1990, ISBN 3-908007-64-X.
⢠BÜrry Lauenstein: FORD Typenkunde. Alle PKW ab 1948 fßr den deutschen Markt. Delius Klasing, Bielefeld 2005, ISBN 3-7688-1620-6.
⢠Christian Steiger: Ford Personenwagen seit 1945, Typenkompass. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02692-9.
Weblinks
Commons
: Ford
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Ford
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Ford
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Offizielle Website der Ford Motor Company (englisch)
⢠Offizielle Website von Ford Deutschland
⢠Literatur zu Ford-Werke <KÜln> / Werk <Saarlouis> in der Saarländischen Bibliographie
Einzelnachweise
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cite-note-22. â GrĂśĂte Automobilhersteller weltweit nach Fahrzeugabsatz im Jahr 2020 (in Millionen). Abgerufen am 15. September 2021.
cite-note-33. â Daron Acemoglu, Simon Johnson: Power and Progress. Basic Books, New York 2023, ISBN 978-1-399-80446-2, S. 225.
cite-note-inflation-us-0-44. â Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle 1.000.000 US-Dollar gerundet und bezieht sich auf Januar 2026.
cite-note-55. â Das 25,000,000 Auto Fords. In: Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ / Neues Wiener Abendblatt. Abend-Ausgabe des (â)Neuen Wiener Tagblatt(â) / Neues Wiener Tagblatt. Abend-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes / Wiener Mittagsausgabe mit Sportblatt / 6-Uhr-Abendblatt / Neues Wiener Tagblatt. Neue Freie Presse â Neues Wiener Journal / Neues Wiener Tagblatt, 21. Jänner 1937, S. 25 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg
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cite-note-3838. â Kriminalfälle und Skandale im 20. Jahrhundert, Orbis-Verlag, ISBN 3-572-00983-9.
cite-note-3939. â Die âPflaumeâ â Das Ford-Oval in Deutschland, abgerufen am 18. März 2025.
cite-note-4040. â Chronik von Ford
cite-note-4141. â Top 100 Polluter Indexes (English), abgerufen am 13. März 2021
cite-note-4242. â FrĂźhere Ford-Direktoren wegen EntfĂźhrung und Folter verurteilt. auf faz.net, abgerufen am 19. Dezember 2018.
cite-note-4343. â Autobauer: Ford ruft Ăźber zwei Millionen Autos in Amerika zurĂźck. Abgerufen am 14. Juni 2020.
cite-note-4444. â Zu den dt. Titelvarianten siehe den Namensartikel Sinclair, dort auch Weblinks zu einer dt. Online-Version und einer dt. Online-Auswahl